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Home / Forum / Extreme Bildnachbearbeitung
Extreme Bildnachbearbeitung
 
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axel85
Member


Anmeldungsdatum: 01.12.2007
Beiträge: 14
: 80
Wohnort: Wien Umgebung

BeitragVerfasst am: 02.12.2007 21:42    Titel: Extreme Bildnachbearbeitung Antworten mit Zitat

:?:
Hallo Freunde,

als alter Analogfotograf mit der Einstellung fotografieren ist "Malen mit Licht" sowie den alten Errungenschaften wie "Goldener Schnitt". dem Spiel mit Zeit und Blende etc. bin ich oft erstaunt wie gute fotografische Motive mit PhotoShop & Co verfremdet und nach meinen subjektiven Begriffen keinem "Lichtbild" mehr entsprechen.

Wo auch immer, sehe und höre ich von der Auswahl des Bildausschnittes sowie einer (gravierenden) Nachbearbeitung am PC, sodass der alte Fotografenspruch "Ein gutes Foto entsteht nicht vor, sondern 5 cm hinter der Kamera" im umgekehrten Sinne wieder zum Tragen kommt.

Hut ab vor diesen Künstlern am PC aber ist es wirklich der Trend der Zeit, dass man mit der Digitalkamera und größtmöglicher Auflösung einfach mitten drauf hält und den Bildausschnitt, die Bildgestaltung, Farbe, Kontrast etc. mit PhotoShop & Co erledigt?

Werde ich es genauso machen wenn ich nun ganz auf Digitalfotografie umsteige und mir ein gutes Bearbeitungsprogramm sowie das Wissen dazu zulege?

Bitte um Meinungen, unverblümt und ehrlich!

MFG axel85
_________________
Es gibt zwei Dinge die unendlich sind:
Das Universum und die Dummheit der Menschen,
aber bei ersteren bin ich mir noch nicht sicher!
Albert Einstein
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Pic Hunter
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Anmeldungsdatum: 09.04.2006
Beiträge: 353
: 1884
Wohnort: Paderborn

BeitragVerfasst am: 02.12.2007 21:54    Titel: Re: Extreme Bildnachbearbeitung Antworten mit Zitat

axel85 hat Folgendes geschrieben:
Werde ich es genauso machen wenn ich nun ganz auf Digitalfotografie umsteige und mir ein gutes Bearbeitungsprogramm sowie das Wissen dazu zulege?


ich behaupte mal einfach "Ja"

mit einer guten software ist es aber noch lange nicht getan
es bedarf einer langen zeit, bis man einigermaßen gute ergebnisse erzielt

kommt auch drauf an was genau man macht

wenn du nur irgendwelche filter anwendest um "kunst" zu machen ist das eher einfach

arbeitetst du hingegen mit ebenen, vektormasken,und versuchst ein bild aufzubessern ist schon ein gewisses "know how" erforderlich

ich finde es ne geniale erfindung
zu zeiten der analogen fotografie, wurde ja auch bearbeitet
im labor, im keller, mit wässerchen, belichter, entwickler...


also ich empfehle einfach mal, sich damit auseinander zusetzen...
man wird sehen ob es dir gefällt, oder ob du eher abgeneigt bist, deine bilder mit wenigen, wenn auch geübten handgriffen, aufzupeppen...

probiers doch einfach mal aus...
_________________
Gruß von einem schlechten "Fotografen" der gute Bilder macht
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Astrogator
Aktiver Member


Anmeldungsdatum: 21.11.2007
Beiträge: 57
: 286

BeitragVerfasst am: 02.12.2007 22:04    Titel: Re: Extreme Bildnachbearbeitung Antworten mit Zitat

axel85 hat Folgendes geschrieben:
Werde ich es genauso machen wenn ich nun ganz auf Digitalfotografie umsteige und mir ein gutes Bearbeitungsprogramm sowie das Wissen dazu zulege?

Ich sage mal, es kommt darauf an was du bisher bereits im Labor machst.
Für mich selbst gilt der Leitsatz, ein gutes Foto entsteht in der Kamera. Mit EBV kann man ein gutes Bild noch besser machen, aber ein schlechtes Bild in einem gewissen Masse nur noch retten. Oder wie es in der Informatik heisst: Crap in, Crap out.
Das Grundmaterial muss auf jeden Fall stimmen, wenn man kein Auge für ein Motiv hat, dann hilft auch Photoshop nicht. Aber gerade hier im Forum hat es einige enorm beeindruckende Beispiele für sehr gelungene Nachbearbeitung, sei es mit Effekten auf einem bestehenden Bild oder HDR.
Jeder so wie es ihm Spass macht und ich habe keine Ahnung ob es dir Spass machen wird Wink

Gruss Astro
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axel85
Member


Anmeldungsdatum: 01.12.2007
Beiträge: 14
: 80
Wohnort: Wien Umgebung

BeitragVerfasst am: 02.12.2007 23:11    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo PicHunter, hallo Astrogator,

Ihr habt recht, ich ertappe mich nämlich auch immer öfter dabei, dass ich meine analogen Kameras weglege und nur mit meiner kompakten Canon Digi losziehe.
Bedenklich ist nur, dass ich dann mit der Digi z.B. kaum Belichtungsreihen mache oder besonders auf den Bildausschnitt achte, ich kann das ja am PC bis zu einem gewissen Grad (bei meinem ACD-See 7 mit Einschränkung) wählen.

Ich werde also, was die vormaligen fotografischen Grundregeln betrifft nachlässig und die Digitalfotografie verleitet mich eigentlich zu schlampiger Arbeit.

Betreffend Bildbearbeitung hat Astrogator jedoch ins Schwarze getroffen; ich habe ja auch in den und siebziger und achtziger Jahren meine Negative mit allerlei Tricks selbst entwickelt und die Abzüge "geschönt".

Ich sehe schon, ich werde auch den Weg der digitalen Fotografie einschlagen und mich auf meine alten Tage (63) bemühen, mit PhotoShop & Co (und dem PC) zurecht zu kommen.


MFG axel85
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Sascha
Site Admin
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Anmeldungsdatum: 17.04.2005
Beiträge: 874
: 838
Wohnort: Wien

BeitragVerfasst am: 03.12.2007 02:08    Titel: Antworten mit Zitat

Muss ja nicht unbedingt Photoshop sein. Gibt mittlerweile sehr viele Programme die wirklich gut sind und einen Bruchteil von Photoshop kosten.

Zum Thema: Ich habe ja auch Analog meine ersten Schritte gemacht. Mit einer alten aber guten Minolta X-300. Da denkt man immer 2 mal nach ob jetzt alles stimmt und ob man abdrücken soll. Ein Analoges Bild das nicht hinhaut kostet ja.
Digital ist da eigentlich Gratis. Passt das Bild nicht wird es gelöscht und ein neues gemacht, fertig. Am Computer hat jetzt auch jeder die Möglichkeit die früher nur wenige hatten. Nachjustieren und ein wenig mehr rausholen. Reicht ja meist auch.
Ich halte selbst auch wenig davon Bildteile aus einen Foto raus zuschneiden. Mach ich selten und dann meist nur im Notfall. Ist aber wie gesagt nützlich. Ich beschränke mich meist auf Tonwertkorrekturen und Farbveränderungen.
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Astrogator
Aktiver Member


Anmeldungsdatum: 21.11.2007
Beiträge: 57
: 286

BeitragVerfasst am: 03.12.2007 08:23    Titel: Antworten mit Zitat

axel85 hat Folgendes geschrieben:
Bedenklich ist nur, dass ich dann mit der Digi z.B. kaum Belichtungsreihen mache oder besonders auf den Bildausschnitt achte, ich kann das ja am PC bis zu einem gewissen Grad (bei meinem ACD-See 7 mit Einschränkung) wählen.

Ich werde also, was die vormaligen fotografischen Grundregeln betrifft nachlässig und die Digitalfotografie verleitet mich eigentlich zu schlampiger Arbeit.

Ich gebe dir was meine Erfahrung in dem Punkt angeht Recht wenn es um eine Kompaktkamera geht. Lustigerweise gebe ich mir mit der DSLR aber genau so viel Mühe wie mit der analogen SLR, obwohl ich natürlich auch ein paar Bildreihen mehr mache. Aber sobald man die Blende, Zeit und jetzt auch den ISO-Wert selbst setzt, wird der Prozess des fotografierens wieder ein gemächlicher und überlegter.

Gruss Astro
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Oliver M.
premium
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Anmeldungsdatum: 22.01.2007
Beiträge: 160
: 1157

BeitragVerfasst am: 03.12.2007 11:01    Titel: Antworten mit Zitat

Da gebe ich Dir vollkommen Recht, wenn man aber dazu wenn möglich immer ein Stativ benützt wird man noch mehr dazu gezwungen überlegter zu handeln Wink
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denise
Frischling


Anmeldungsdatum: 29.03.2008
Beiträge: 3
: 150
Wohnort: Freiberg

BeitragVerfasst am: 30.03.2008 16:28    Titel: Antworten mit Zitat

Nun ja, natürlich kann man an jedem Bild etwas am PC verbessern. Aber die "Kunst der Fotografie" ist es doch es nicht zu müssen... Ich habe respekt vor Leuten, bei denen die Bilder auch ohne Bearbeitung klasse aussehen. Ich glauche es ist alles nur eine Frage des Wissens. Wenn du gut darin bist Bilder zu Bearbeiten legt man nicht so viel Wert auf das geschossene Foto, weil man ja weiß was man alles damit am PC machen kann. Und andersrum genauso. Ich wünsche dir, dass du die "Kunst der Fotografie" nicht verlierst, aber Weiterbilden kann man sich ja immer Smile
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tina-foto
Member


Anmeldungsdatum: 22.01.2007
Beiträge: 43
: 277

BeitragVerfasst am: 30.03.2008 16:49    Titel: Antworten mit Zitat

Ich finde, es kommt immer ganz drauf an, was man damit erreichen will. Und demnach sollte man fotografieren. Bildausschnitt z.b. sieht man durch den Sucher -da sollte man nicht erst am PC die Hälfte des Bildes weg schneiden müssen.

Wenn Du im RAW fotografierst, musst Du Dein Bild ja auch entwickeln. Vom Labor hab ich keine Ahnung -aber es ist ebenso eine Entwicklung zum fertigen Bild nötig. Was Du dann draus machst: da gibts viele Möglichkeiten: einfach nen Filter drüber klatschen -weiß nicht. Dafür gibts Polfilter etc. zum Anschrauben ans Objektiv.

Wenn Du allerdings ein gewisses (Phantasy-)Bild im Kopf hast, wo Du weißt: die Location hab ich nicht, oder das Model soll Flügel bekommen (a la Schmetterling etc.) dann musst Du wohl montieren.

Ich probier auch immer mal was aus. Aber letzten Endes bin ich einfach Hobbyfotograf und nicht Hobbybearbeiter.
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streulicht
Aktiver Member


Anmeldungsdatum: 13.12.2007
Beiträge: 82
: 515

BeitragVerfasst am: 31.03.2008 15:27    Titel: Antworten mit Zitat

ich habe es von Fotografen in etwo so gelernt. (wie Tina..): man sollte so wenig wie möglich schneiden, den Ausschnitt schon im Sucher perfektionieren (so erhält man auch stimmige Formate)..natürlich gibt es Ausnahmen..iss ja logisch.-Dann aber: Aufnahme und Labor/ebv sind niemals voneinander zu trennen..die wunderbaren Bilder der Adams, Feiningers und wie sie alle heißen..aus den 30ern, die irrsinnig schönen Portraitaufnahmen aller Zeiten..alles ohne Labor nicht im Ansatz möglich. Die naturalistische Ansicht, das "pure Fotografie" , die "wahre Meisterschaft" sei, ist Ilusion (und in der Digi_Fotografie nun erst recht nicht mehr möglich)..es sei denn,man knpist mit ner Lochlkamera..
Der Akt des (mit der Maschine ) Ablichtens und die Bildbearbeitung (analog u/o digital) sind Geschwister..das eine ohne das andere, nur unvollkommen.
Das extreme Bearbeiten im Labor ( sehr oft bei künstlerischer und kunstgewerblicher Fotografie)..ist noch ein Sonderfall..
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