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total_eclipse Frischling
Anmeldungsdatum: 14.08.2005 Beiträge: 0 : 1 Wohnort: Lilienfeld / Österreich
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Verfasst am: 15.08.2005 00:03 Titel: Schärfeprobleme? |
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Sicherlich haben sich viele schon über unscharfe Bilder geärgert ohne genau zu wissen warum die bilder nicht so scharf sind wie man sie haben wollte.
Ich habe eine Liste von Aspekten, die die Bildschärfe beeinflussen unten aufgeführt. Davon bertreffen die meisten die benutzer von Spiegelreflexkameras, aber ein paar sind auch für Kompaktkameras von Bedeutung.
1. Focusprobleme
a.: der Focussierpunkt
Das Bild wird am Focussierpunkt scharf gestellt, es kann sein, dass man aus versehen einen falschen Focussierpunkt ausgewählt hat und daher einen falschen Bildausschnitt scharf gestellt. Um sowas zu vermeiden einfach bevor man das Bild macht unbedingt den Focussierpunkt checken .
b.: Front- Backfocus
Bei Objektiven kann es vorkommen, dass sie nicht richtig justiert sind und daher die Schärfe vor oder hinter dem gewünschten Motiv setzen. Wenn man sich ganz sicher ist dass man es mit einem Front/Backocus zu tun hat sollte man das objektiv (und am besten die cam auch) zum Service schicken.
c: Dioptren im Sucherfenster verstellt bzw für Brillenträger
Eine weitere Fehlerquelle bei Kameras mit manuellem Focus ist die Dioptreneinstellung am Sucherfenster. Manche Menschen mögen es nicht, wenn sie mit der Brille durchschaun müssen und legen deswegen die Brille ab und schaun mit blossem Auge durch das Sucherfenster. Dafür gibt es bei vielen Kameras eine eigene Dioptreneinstellung, damit kann man die Sehschwäche direkt an der Kamera ausgleichen. Falls aber jemand ohne Sehschwäche mit einer Kamera, die auf vllt 0,5 Dioptren eingestellt ist focussiert wird er nie eine korrekte Scharfstellung erreichen können.
Wenn ein Brillenträger mit einer Brille arbeitet, die nicht mehr für ihn passt (also zu schwach für seine Dioptren ist), sind Focussierfehler ebenfalls sehr wahrscheinlich.
2. Die falsche Blende
Wie in diesem Thread erwähnt bestimmt die Blende die generelle Schärfe des Bildes. Je höher die Blendenzahl umso schärfer wird das gesamte Bild - das gilt aber nur bis etwa Blende 16, da ab dann nicht mehr die Lichtbrechung, sondern die Lichtbeugung eintritt - deswegen wird die Bildqualität dann wieder schlechter.
Beim ändern der Blende ändert sich in der Mitte bei guten Objektiven kaum etwas, doch die Randschärfe sowie die Tiefenschärfe profitieren von einer kleinen Blende.
Am einfachsten ist es bei Objektiven ein paar Testbilder bei verschiedenen Blendeneinstellungen zu machen - so kann man die für das Objektiv 'schönste' Blende herausfinden.
3. Die falsche Verschlusszeit
Eine lange Verschlusszeit kann in folgenden Fällen zu einem Problem werden:
a. bei Bewegung
Je schneller sich ein Objektiv bewegt, desto kürzer muss die Verschlusszeit sein um das Motiv scharf auf Film/Chip zu bannen. Bei einerunbewegten Szene kann man stundenlang belichten, bei einem sitzendem Vogel vielleicht nur 1/80s, bei einem fahrenden Auto vielleicht nur 1/200s und bei einem fliegendem Vogel sogar nur 1/2000 sekunde.
b. bei langer Brennweite
Je länger die Brennweite eines Objektives ist desto schwerer kann man dieses ruhig in der Hand halten, da sich auch geringste Verwackler durch den langen Lichtweg extrem auswirken. Es gilt folgende Regel:
Verschlusszeit = 1 / Brennweite
Demnach braucht man bei einem 300mm Teleobjektiv ~1/300s um ein Bild scharf zu bekommen, je weniger desto besser.
Um auch mit längerer Verschlusszeit bei einem solchem Teleobjektiv zu arbeiten hat man zwei Möglichkeiten:
ein stabiles und schweres Stativ oder ein Objektiv bzw eine Kamera mit Bildstabilisator (bekannt als IS, OS usw). Damit lassen sich sonst unmögliche Aufnahmen verwirklichen (zB ein Tier im Schatten bei 1/30s).
Am besten wäre es sowohl Stativ als auch einen Bildstabilisator einzusetzen, aber Vorsicht! Bei Canon Objektiven mit einem Stabilisator der ersten Generation kann es zu Fehlern kommen wenn man es auf einem Stativ einsetzt.
Es wäre wichtig noch anzumerken, dass man den Cropfaktor der Kamera in die Rechnung mit einbeziehen muss, da sich zb bei einer 300d die brennweite um 1,6 verlängert - deswegen hat man bei einem 300mm Objektiv im Endeffekt 480mm und muss daher ~1/500s als Verschlusszeit nehmen.
c. Ohne Stativ
Bei langen Belichtungszeiten ist es generell ratsam ein Stativ zu benutzen, kein Mensch kann mehrere Sekunden lang eine Kamera so ruhig halten wie ein Stativ.
[b:3aefb28f4d]4. Spezielle Fälle[/b:3aefb28f4d]
[i:3aefb28f4d]a. billiges Objektiv[/i:3aefb28f4d]
Sehr billige Objektive können schlimmstenfalls gar nicht scharfzeichnen oder erzeugen verwaschene, farbunechte Bilder - deswegen sollte man nie am Objektiv sondern wenn überhaupt eher an der Kamera sparen. Ein Fotograf kann mit einer "billigen" 300d mit einem sehr guten Objektiv sicher bessere Bilder machen als einer mit einer 20D (kleine Stichelei für LTD *küsschen* ) mit einer billigen Glasscherbe.
extreme Macro und Teleaufnahmen bei 1/15s und extreme Langzeitbelichtungen
Bei Macro und Teleaufnahmen bei etwa 1/15s kann der Spiegelschlag (wenn der Spiegel von Spiegelreflexkameras nach oben geht) eine (vielleicht auch nur minimale) Erschütterung erzeugen, die ein Bild unscharf werden lässt - um das zu vermeiden gibt es die Möglichkeit einer Spiegelvorauslösung, also der Spiegel geht nach oben und erschüttert die Kamera (nein, die Cam is deswegen nur erschüttert nicht traurig oder so ) und dann erst wird das Bild gemacht.
Bei extreme Langzeitbelichtungen empfiehlt sich der Einsatz eines Kabel- oder Funkauslösers, damit man die Kamera nicht durch das drücken des Auslösers bewegt und natürlich ein Stativ
Zuletzt bearbeitet von total_eclipse am 03.08.2008 18:14, insgesamt einmal bearbeitet |
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paolino Frischling
Anmeldungsdatum: 22.11.2005 Beiträge: 3 : 54 Wohnort: Wien
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Verfasst am: 26.11.2005 10:13 Titel: |
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Danke diese Artikel ist sehr interessant
LG Paolo  |
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HeinBerg Aktiver Member
Anmeldungsdatum: 13.11.2005 Beiträge: 75 : 551 Wohnort: Heinsberg
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Verfasst am: 28.11.2005 22:27 Titel: |
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ich bin etwas ratlos - komme über den Begriff Knowledgebase nicht drüber - denke der hat nix mit Wien zu tun
Bitte um Übersetzung
HeinBerg |
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Gast
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Verfasst am: 28.11.2005 22:37 Titel: |
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hallo, die knowledgebase findest du hier -> http://www.hobby-fotografen.com/forum/kb.php
sie derzeit absichtlich nicht verlinkt da es eine umstellung geben wird die aber noch zeit braucht, das jetzige system ist eher schlecht als recht. |
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HeinBerg Aktiver Member
Anmeldungsdatum: 13.11.2005 Beiträge: 75 : 551 Wohnort: Heinsberg
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Verfasst am: 28.11.2005 22:50 Titel: |
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danke Gast
kannst du mir das Wort übersetzen - ich nix auswerts kann verstehen
Danke im Voraus
HeinBerg |
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Sascha Site Admin


Anmeldungsdatum: 17.04.2005 Beiträge: 905 : 825 Wohnort: Wien
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Verfasst am: 29.11.2005 11:43 Titel: |
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war nicht eingeloggt *g*
ok,
knowledge = wissen
base = basis, zentrum? aufjedenfall ein ort (habe echt keine ahnung wie ich es übersetzen sollte)
also sowas wie der wissensort  |
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HeinBerg Aktiver Member
Anmeldungsdatum: 13.11.2005 Beiträge: 75 : 551 Wohnort: Heinsberg
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Verfasst am: 29.11.2005 22:21 Titel: |
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aha - klar, danke für die Mühe
gut das ich schon so alt bin und immer noch was dazu lerne
HeinBerg |
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Clode Frischling
Anmeldungsdatum: 25.09.2006 Beiträge: 4 : 43
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Verfasst am: 07.10.2006 11:11 Titel: |
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Danke für diesen Artikel, jeder Tipp kann hilfreich sein.
LG Clode! |
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schreddman Frischling
Anmeldungsdatum: 22.10.2006 Beiträge: 3 : 33
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Verfasst am: 25.11.2006 00:51 Titel: Schärfeprobleme bei Canon EOS D Modellen |
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Hallo und eine ruhige Nacht,
habe mir gerade den Artikel durchgelesen und fand ihn für Anfänger sehr hilfreich. Unkomplizierter kann man es nicht erklären.
Ich möchte hierzu noch eine Besonderheit bei der EOS Reihe von CANON ( 300D,350D,400D) hinzufügen.
Anscheinend gibt es bei diesen Modellen ein besonderes Schärfeproblem mit Aufnahmen im jpg Format.
Vergleichsaufnahmen haben ergeben das die Aufnahme im RAW Format wesentlich schärfer als die im jpg Format ist. Am besten ist dies zu beobachten wenn die Speicherung des Bildes im RAW und jpg Format durchgeführt wird (gleichzeitig), dabei hatte ich den Bildstil auf neutral gestellt, das heißt alle Werte waren auf 0 gesetzt. Schon in dieser Einstellung habe ich schärfere Bilder im RAW Format erhalten als dies in jpg möglich war.
Woran das liegt und ob es CANON bekannt ist kann ich leider nicht sagen.
Auf dieses Problem bin ich zufällig in einem anderen Forum gestoßen, da ich mir neue Infos über die RAW Bearbeitung holen wollte, ich habe dann direkt den Test gemacht und kam auch zu dem gleichen Ergebnis.
Vielleicht gibt es hier noch jemanden, der das gleiche Problem hat.
Vielleicht werden "jetzt" endlich mein Landschaftsaufnahmen scharf
LG Tino |
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MyPlanetEarth Frischling

Anmeldungsdatum: 13.12.2006 Beiträge: 6 : 42
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Verfasst am: 20.12.2006 18:49 Titel: |
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Wenn man Canon mit den Motivprogrammen arbeiten (z. Bsp. Motiv "schnelle Bewegungen", usw.), werden automatisch Korrekturen am Bild vorgenommen. Dies betrifft den Kontrast, als auch die Farbsättigung.
Es gibt daher 2 Möglichkeiten:
1 Einstellung so ändern, das sowohl jpg als auch raw aufnimmt
2 nicht mit den Motiveneinstellungen arbeiten, sondern mit den Programmen, die über "P" stehen. Bei diesen Programmen beachten, dass Sättigung, Kontrast usw. manuell einstellbar sind (je nach Veränderung kann die Schärfe auch vom raw-Format abweichen). |
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luenerdesign Member
Anmeldungsdatum: 08.05.2007 Beiträge: 27 : 231
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